Aktuell

Rundgang 2017

Am Mittwoch, den 1. Februar eröffnet um 19:00 Uhr der Rundgang 2017 an der Kunstakademie Münster.

Bis zum Sonntag, den 05.02., lädt die Kunstakademie Münster zum jährlichen Rundgang, bei dem die Studierenden einen umfassenden Einblick in ihre Arbeit geben.
Organisiert wird der Rundgang in diesem Jahr von den Professoren Dirk Löbbert und Klaus Merkel sowie den Studierenden Fabian Nehm und Fridolin Mestwert.

Öffnungszeiten: Von Donnerstag bis Sonntag ist der Rundgang jeweils von 10 Uhr bis 20 Uhr geöffnet.

An Führungen interessierte Gruppen und Pressevertreter können sich an die Pressestelle wenden:  (http://www.kunstakademie-muenster.de/kontakt/kontakt-pressestelle/)

Zum Tod des Künstlers und ehemaligen Akademie-Kollegen Reiner Ruthenbeck

Reiner Ruthenbeck ist am 10. Dezember 2016 im Alter von 79 Jahren in Ratingen gestorben. Von 1980 bis 2000 war er Professor für Bildhauerei an der Kunstakademie Münster, die damit ein überaus geschätztes ehemaliges Mitglied verliert. Ein Nachruf. 


Die Geschichte der Gegenwartskunst wird in programmatischen Ausstellungen geschrieben. Reiner Ruthenbeck war in den letzten fünfzig Jahren an erstaunlich vielen beteiligt. Bekannt gemacht hatte ihn 1969 ein „Aschehaufen“, Ruthenbeck hatte ihn in der Kunsthalle Bern aufgeschüttet und mit einem filigranen Netz aus Draht überzogen, das den Kegel aus Schlacke gleich Gehirnströmen überwölbte. So lenkte der junge Bildhauer die seinerzeit grassierenden Ideen von Form und Antiform, Land Art, Arte povera sowie minimalistischer und konzeptueller Kunst in eigene Bahnen – derweil die gesamte Ausstellung „When Attitudes Become Form“ im Berner Oberland als blanke Provokation aufgenommen und wütend attackiert wurde.
Ruthenbeck hatte 1962 – nach einer Lehre als Fotograf – an der Kunstakademie Düsseldorf ein Studium bei Joseph Beuys aufgenommen, den er anfangs für einen Surrealisten gehalten hatte, was mehr über ihn selbst aussagte als über den Mann mit dem Filzhut. Ein surrealer Einschlag sollte die frühen Skulpturen des 1937 in Velbert geborenen Künstlers nachdrücklich prägen wie etwa seine aus zwei Teilen bestehende „Doppelleiter“ von 1967, die dank ihrer verschränkten Sprossen frei im Raum steht. Oder die späteren umgekippten Wohnzimmermöbel – heute im Frankfurter Museum für Moderne Kunst: In einem anarchischen Akt zivilen Ungehorsams haben sie sich ihrer Funktion für den Menschen entledigt und liegen als bloße Dinge darnieder.
Immer wieder versetzte der Bildhauer Gegenstände des Alltags scheinbar in Trance, wenn er Tische auf langen Stahlstäben in die Höhe hob und wie in einer Séance über dem Fußboden schweben ließ oder sie kippte, indem er sie mit gelben Kugeln in prekärer Balance hielt. So geschehen in der von Kasper König kuratierten Schau „von hier aus“ über aktuelle deutsche Kunst in Düsseldorf 1984; schon bei Königs Epochenpanorama „Westkunst“ war Ruthenbeck 1981 dabei gewesen.
Sein Werk nährte sich aus einfachen Setzungen. Ruthenbeck interessierte sich für die Irritationen und den Schein der Wahrnehmung, wie sie etwa dann entstehen, wenn sich kinetische Objekte wie rotierende Scheiben und Kugeln dem Auge als völlig unbewegt darstellen. Dabei lag das Verblüffende vieler seiner Arbeiten immer offen vor Augen, niemals arbeitete Ruthenbeck mit verborgenen Effekten. Den deutschen Pavillon bei der Biennale in Venedig setzte er 1976 buchstäblich unter Spannung, indem er mit 61 Gummiseilen einen Türdurchgang verspannte – der danach nur mehr von außen zu betrachten war: ein „linearer, trichterförmiger Käfig, imaginärer Übergang irgendwohin“, wie sich der Bildhauer Bogomir Ecker erinnerte, der Ruthenbeck als Assistent zur Hand gegangen war und sich später von seinen Ideen inspirieren ließ.
Die Klarheit formaler Lösungen erschöpfte sich im Oeuvre Ruthenbecks auch bei einfachsten Arbeiten wie seinen „Verspannungen“, „Aufhängungen“ oder den vielfach variierten Rauten als Wandobjekten oder Rauminstallationen nicht in sprödem Formalismus. Immer eröffnete die durchschaubare Lösung eine überraschende Vielfalt an Wahrnehmungen und ein verborgenes Leben der Dinge. Allein viermal nahm Ruthenbeck an der Documenta teil, je zweimal bei der Biennale von Venedig und den Skulptur Projekten in Münster sowie an Jan Hoets Genter Schau „Chambres d’amis (1985) – auch dies eine Schau, die weit über ihre Dauer hinauswirkte. Es spricht für den Kunstbetrieb, dass sein eher stilles Oeuvre bei so vielen wichtigen Ausstellungen gefragt war.

Georg Imdahl

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