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Münster Lectures / Wintersemester 2010/11

Eventbild für Münster Lectures // Eberhard Havekost, Künstler,

Münster Lectures // Eberhard Havekost, Künstler,

25.01.2011 18:00,

Münster Lectures 2010/11

Die Kapuzenjacke ohne Körper, eine gesichtslose Fassade oder das Emblem der Zeitschrift „Stern“, das säuberlich gemachte Bett, Kabelwerk des Computers oder eine abstrakt anmutende Farblandschaft – in die Motivwelt Eberhard Havekosts können unterschiedliche visuelle Erfahrungen eingehen, die der 1967 in Dresden geborene Maler, wie viele seiner Kollegen heute auch, nach Fotografien malt. Meist sind es unspektakuläre, alltägliche Motive, mit denen er als Malerei, so Havekost, einen neuen „Interpretationsraum“ eröffnen wolle. Das Foto diene ihm als „Motivation und Ausgangsbasis“, das Gesehene zu transformieren und ihm, wie der in Berlin lebende Künstler geäußert hat, eine „entmaterialisierte“ Gestalt zu verleihen. Unlängst hat Havekost in einer Ausstellung in der Frankfurter Kunsthalle Schirn mit einer Wende zur Abstraktion überrascht, wobei auch diese Arbeiten auf figurative Vorbilder zurückgehen, deren Sujets sich dem Betrachter nicht mehr zu erkennen geben. Es gehe ihm grundsätzlich darum, in der Malerei „etwas reflektierend zu erkennen“. Havekost unternimmt, mit Ulrich Loock, „komplizierte Manöver, um die Bindung an die Abbildungsfunktion der malerei beizubehalten und gleichzeitig Momente aufscheinen zu lassen, in denen sich die Bildoberfläche in prä- oder postfigurativer Wirklichkeit zeigt“ – so Loock im jüngsten Katalog „Eberhard Havekost. Ausstellung“ zu der umfangreichen Ausstellung des Künstlers in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die noch bis 6. Februar geöffnet ist.

Neben Daniel Richter, Thomas Scheibitz oder Neo Rauch zählt Eberhard Havekost derzeit zu den meistdiskutierten Malern seiner Generation in Deutschland. Seit 2010 hat er eine Professur für Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf inne. Am kommenden Dienstag, 25. Januar 2011, 18 Uhr, stellt er mit einer audiovisuellen Präsentation im Hörsaal der Kunstakademie Münster sein Werk vor. Der Eintritt ist frei.

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