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Münster Lectures / Wintersemester 2013/14

Eventbild für Münster Lectures // Prof. Dr. Sebastian Egenhofer, Kunsthistoriker, Zürich

Münster Lectures // Prof. Dr. Sebastian Egenhofer, Kunsthistoriker, Zürich

14.01.2014 18:00, Kunstakademie Münster, Leonardo-Campus 2, 48149 Münster

In seiner umfangreichen Studie „Abstraktion – Kapitalismus – Subjektivität“ aus dem Jahr 2008 unternimmt Sebastian Egenhofer nichts weniger als den Versuch, die „Wahrheitsfunktion des Werks in der Moderne“ zu bestimmen. Das Buch ist geprägt von einem entschiedenen Anspruch auf philosophische, ästhetische und kunsthistorische Theoriebildung, die sich auch der Kritik von Kunst verpflichtet sieht. So entfaltet Egenhofers Darstellung eine vielschichtige – und bereits viel diskutierte – Genealogie vor allem der Minimal Art. Im Mittelpunkt der Analysen, die vom Ready-made und der Monochromie ausgehen, steht die Materialität des Kunstwerks und die Befreiung ihrer Mittel aus allen dienstbaren Funktionen, aber auch eine traumatische Erstarrung, die Egenhofer im Werk Donald Judds diagnostiziert. Der Entwurf einer Geschichte der Abstraktion im 20. Jahrhundert, „aus dem Blickwinkel der Kunstgeschichte erzählt, mit den Mitteln der Philosophie in ein System gebracht, aufruhend auf den Befunden des klassischen Marxismus, ist Egenhofers bleibendes Verdienst“, bemerkte Markus Klammer 2011 in einer Rezension in der „Zeitschrift für Kunstgeschichte“.

Sebastian Egenhofer, 1968 in Stuttgart geboren, studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Literaturwissenschaft in Freiburg im Breisgau und Basel. Seit 2013 ist er Professor für moderne und zeitgenössische Kunst an der Universität Zürich. Zu seinen zahlreichen Publikationen zur Kunst der Moderne und Gegenwart zählt das Buch „Produktionsästhetik“, Zürich/Berlin 2010.

Im Rahmen der Münster Lectures spricht Egenhofer am Dienstag, 14. Januar, 18 Uhr, im Hörsaal der Kunstakademie Münster, Leonardo-Campus 2.

Der Eintritt ist frei.

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