Januar

Eventbild für Rene und Christine Hohenbüchler, Maik und Dirk Löbbert, Ute Reeh u.a. // Löcher im Konzept

Rene und Christine Hohenbüchler, Maik und Dirk Löbbert, Ute Reeh u.a. // Löcher im Konzept

15.01.2018 – 21.01.2018
KYOTOBAR, Gereonswall 75, 50670 Köln

Liebe Freunde und Kunstinteressierte, wir laden Sie herzlich zur Ausstellung ein.

Das Zentrum für Peripherie hat Nebenstellen an allen Orten, an denen eines seiner Projekte stattfindet. Der Beobachtung folgend, dass neue Ideen oft in Nischen, im Schutz des Abseits, an Rändern entstehen, nutzt es die Potentiale künstlerischer Prozesse für gesellschaftliche Entwicklungen. Es untersucht formale Strukturen offenen Raums, wobei ‘Raum’ auch abstrakt zu verstehen ist. Der Begriff Zentrum suggeriert Macht und Vorherrschaft. Für Peripherien sind Kreativität und Kooperation entscheidend. Die Reihe Bausteine einer Theorie des Peripheren erörtert hierzu acht Themen. Jedes Gespräch hat eine künstlerische Position zum Anlass.

Zwischenraum ist Thema des dritten Gesprächs der Reihe Jede Avantgarde kommt aus der Peripherie. Im Projektraum Schilling KYOTOBAR. Johannes Schillings Architektur verschränkt horizontale und vertikale Zwischenräume, vom Straßenraum über drei Geschosse bis zur Öffnung nach oben zum Blick in den Himmel. Das Gespräch findet im Erdgeschoss statt. Es nutzt als Basis Kommunikationsmöbel, die von TECTA nach Entwürfen von Ute Reeh gebaut wurden. Eine Wandzeichnung verweist dort vom realen Raum auf den Raum zwischen Konzept und Realität und auf Löcher im Konzept. Welche Form hat dieser Raum? Wer übernimmt die Verantwortung Ideen umzusetzen? Beispiel für eine Sammlung solcher Löcher in Konzepten ist der Kölner Ebertplatz mit seinen – in diesem Fall auch architektonisch vorhandenen – Löchern, Zwischenräumen und Unterführungen. Der Platz ist ein faszinierender Ort, mit dem Künstler*innen seit vielen Jahren experimentieren. Randständige gesellschaftliche Gruppen haben sich den Ort über lange Zeit hin angeeignet. Die aktuelle Situation zeigt die Vehemenz, mit der die sich drastisch manifestierende Realität und hilflose Lösungsversuche aufeinander treffen.

Beteiligte Künstler_innen:
Jörg Beste | Vera Drebusch | Irene und Christine Hohenbüchler | Maik und Dirk Löbbert | Stefanie Klingemann | Michael Nowottny | Ute Reeh | Moritz Riesenbeck | Johannes Schilling | Michael Staab | Peter Stauder | Jan-Christoph Tonigs | Sabine Voggenreiter | Maria Wildeis und weitere.

Zu jeder Veranstaltung entsteht ein Plakat in einer Auflage von 300.

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