Februar

Eventbild für Ilsuk Lee /// Philosophia Naturalis Principia Aesthetica

Ilsuk Lee /// Philosophia Naturalis Principia Aesthetica

22.01.2019 – 31.03.2019
Wewerka Pavillon Münster, Kardinal-von-Galen-Ring/ Annette-Allee/ Aasee-Uferweg, Münster

Liebe Freunde und Kunstinteressierte, wir laden Sie herzlich zu der Ausstellung ein.

In der Dämmerung der winterlichen Abendstunden können Vorbeigehende schon von Weitem unzählige kleine Lichter erkennen, die durch die Glasfronten des Pavillons gespiegelt ein eindrücklich geheimnisvolles Spiel mit Helligkeit und Finsternis ergeben. Tritt man näher, so lässt sich im Pavillon eine Anordnung türähnlicher Elemente aus schwarz lackiertem Holz und Plexiglas ausmachen, die um eine zentrale Lichtquelle aufgestellt sind. Der geometrische Aufbau lässt dabei nie einen direkten Blick auf die Lichtquelle zu, lediglich durch die in die Elemente eingelassenen Scheiben, die wiederum bewirken, dass sich der Lichtpunkt immer wieder verdoppelt und partiell ins Unermessliche vervielfältigt. Ilsuk Lees Arbeit Philosophia Naturalis Principia Aesthetica kann als Versuchsanordnung und Denkmodell gelesen werden. Der Künstler sucht in seiner Installation, die nach Anbruch der Dunkelheit täglich im Wewerka Pavillon zu betrachten ist, nach Antworten auf seine Fragen an die Welt und ihre ästhetischen Phänomene. In seinem Arrangement manifestieren sich Beobachtungen und Gedanken zum Licht. Angeregt durch Isaac Newtons „Mathematische Grundlagen zur Naturphilosophie“, eines der wichtigsten Werke zur Wissenschaftsgeschichte, möchte Lee den quantenphysikalisch beschriebenen Welle-Teilchen-Dualismus des Lichts visualisieren, nach dem das Licht als eine Form der elektromagnetischen Strahlung sowohl Welle als auch Teilchen zugleich sein kann. In Betracht des Komplementaritätsprinzips ist die gleichzeitige Bestimmung von Wellen- und Teilchencharakter des Lichts jedoch nicht möglich. Je nach Versuchsanordnung tritt die eine oder die andere Eigenschaft in den Vordergrund. Mithilfe seiner für den Pavillon geschaffenen, künstlerischen ‚Superposition‘ weist Ilsuk Lee auf diese Überlagerung und Gleichzeitigkeit beider physikalischer Größen hin und hinterfragt so auch philosophisch-ästhetisch die Anfänge und den Ursprung des Lichts.

Ilsuk Lee wurde 1986 in Seoul (Südkorea) geboren. Nachdem er 2012 ein Fotografie-Studium am Seoul Institute of the Arts absolviert und von 2011 bis 2013 bei Dokyun Kim (KDK) als Assistent gearbeitet hat, studiert er seit 2014 an der Kunstakademie Münster. 2017 erhielt er ein Stipendium für die Salzburger Sommerakademie, 2018 wurde er von Prof. Maik Löbbert und Prof. Dirk Löbbert zum Meisterschüler ernannt.

wewerka-pavillon.de

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