April

Eventbild für Münster Lecture /// Silke Schönfeld und Zauri Matikashvili

Münster Lecture /// Silke Schönfeld und Zauri Matikashvili

23.04.2019 18:00
Hörsaal der Kunstakademie Münster, Leonardo-Campus 2, 48149 Münster

10 Jahre Münster Lectures! Wir laden herzlich ein zur Jubiläums-Lecture mit der Künstlerin Silke Schönfeld und dem Künstler Zauri Matikashvili .

Silke Schönfelds Arbeiten bewegen sich zwischen Installation, Inszenierung und dokumentarischem Film. Ihre Inszenierungen sind politische Reflexionen, die häufig in unerwarteten räumlichen und zeitlichen Bezügen stattfinden. Die Auseinandersetzung mit sozialen Medien und der allgegenwärtigen Bilderflut greift sie auf und hinterlässt durch Verschiebungen bei den Zuschauerinnen und Zuschauern ein durchaus beabsichtigtes Gefühl von Verwirrung und eine Öffnung von gedanklichen Räumen. Sie stellt sich Fragen nach der Entstehung von Stereotypen und Vorurteilen, sowie der daraus resultierenden Verantwortung des Einzelnen, ohne dabei eine moralische Wirkung auf die BetrachterInnen auszuüben. Im Gegenteil, sie setzt auf Doppeldeutigkeiten, fragt nach der Authentizität von Bewegtbildern und verfrachtet damit die Zuschauer in jenen diffusen Bereich zwischen Inszenierung und Dokumentation.

Silke Schönfeld, 1988 in Idar-Oberstein geboren, lebt und arbeitet in Dortmund. Sie studierte zunächst Kunst, Philosophie und Deutsch als Fremdsprache in Dortmund und Liverpool und schloss dieses Studium 2014 mit dem 1. Staatsexamen ab. Parallel begann Sie 2012 an den Kunstakademien Münster und Düsseldorf bei Aernout Mik und Marcel Odenbach das Studium der freien Kunst. 2016 studierte sie an der Bezalel Academy of Arts an Design in Jerusalem Dokumentarfilm. Im Sommer 2018 wurde sie vom Daejeon Public Research Insitute (KR) für eine fünfwöchige Residenz eingeladen. Momentan absolviert sie ihr Meisterschülerjahr an der Kunstakademie Münster bei Aernout Mik.  

Ihr Arbeiten wurden unter anderem in Ausstellungen in der Kunsthalle Düsseldorf, der Temporary Gallery Köln, dem Dortmunder U, dem Goethe Institut Paris und dem Museum Folkwang in Essen gezeigt. 2017 erhielt sie in Dortmund den DEW21 Förderpreis. 2018 wurde sie mit dem Förderpreis der Stadt Dortmund für junge KunstlerInnen in der Sparte Foto, Film und Medienkunst ausgezeichnet.

In seinen Filmen und Performances fragt Zauri Matikashvili danach, was Identität und Migration bedeuten und wie Gesellschaften im Detail funktionieren – oder auch nicht. Sein künstlerischer Ansatz ist vielfältig in Film, Performance, Installation und Videokunst verwurzelt und zeichnet sich durch einen erweiterten dokumentarischen Charakter aus. Mit so wenig Technologie wie möglich nähert er sich dem Alltag der Menschen und provoziert unvorhersehbare Momente. Zuletzt hat er in Nordrhein-Westfalen Kraftorten und Mythen von Helden und Antihelden nachgespürt, an den Externsteinen, auf dem Hermannsdenkmal und in der Wewelsburg. So entstand die filmische Trilogie „Ahnen“.

Zauri Matikashvili, geboren und aufgewachsen im georgischen Kvareli, lebt seit dem 12. September 2003, 9.53 Uhr, in Deutschland. Seit 2013 studiert er an der Kunstakademie Münster bei Prof. Aernout Mik, dessen Meisterschüler er seit Januar ist. Als Gasthörer war er außerdem bei Prof. Marcel Odenbach an der Kunstakademie Düsseldorf. Seine Arbeiten wurden bisher unter anderem in der Kunsthalle Münster, im Kunstverein Gelsenkirchen, im Museum Folkwang und in der Kunsthalle Düsseldorf gezeigt. Bei den Skulptur Projekten Münster gestaltete er 2017 die Erlebnisrundfahrt „Grandtour“ mit. Für den Film „Im Tunnel“ gewann er 2017 den Förderpreis der Freunde der Kunstakademie Münster.

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