Oktober

Silke Schönfeld erhält Bergischen Kunstpreis


Silke Schönfeld erhält den mit 5000 Euro dotierten Internationalen Bergischen Kunstpreis der National-Bank AG. Einstimmig kürte die Jury ihre Arbeit aus 230 Bewerbungen. Ihre zwölf Minuten lange Zweikanal-Videoinstallation „kommt und guck selber“ wird während der Ausstellung als Endlosschleife zu sehen sein. Protagonistin ist eine junge Lehrerin, die in einem leeren Klassenzimmer einen Aufsatz korrigiert, dessen Inhalt aus einem IS-Propaganda-Videos mit allen orthografischen und grammatikalischen Fehlern transkribiert wurden. Die Lehrerin korrigiert den Text, ohne auf den Inhalt zu achten. "Silke Schönfeld hinterfrage die reglementierte Routine unseres Systems, das formale Normen über Inhalte stellt, so dass deren Brisanz unentdeckt bleibe", heißt es in der Begründung der Jury.

Silke Schönfeld studierte von 2013 bis 2018 an der Kunstakademie Münster und ist Meisterschülerin von Prof. Aernout Mik. Parallel studierte sie an der Kunstakademie Düsseldorf bei Marcel Odenbach.

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