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Wewerka Pavillon 2019
Der Wewerka Pavillon ist ein ständiger Ausstellungs- raum der Kunstakademie Münster. Er zeigt in zweimona- tigem Wechsel ausgewählte studentische Projekte sowie Arbeiten externer Künstler. Die Kataloge dokumentieren die Ausstellungen des Jahres 2019:
° Ilsuk Lee, »Philosophiae Naturalis Principia Aesthetica«, 23. 01.–31. 03. 2019
° Pia Miriam Voß, »Exotic Aesthetics« 17.04.–09.06.2019
° Jürgen Stollhans, Lejla Aliev, Petra Bresser, Lisa Dohmstreich, Elisa Kullmann, Jin Soo Park, Johannes Prinzen und Manuel Talarico, »WHY!« 03.07.–25.08.2019
° Tobias Doerr, »AM191951852776947« 18.09.–27.10.2019
° Simon Mehling, »Der Weg zum Eigenheim« 13.11.–15.12.2019
Kunstakademie Münster (Hrsg.)
Band 147 der Schriften der Kunstakademie Münster ISBN 978-3-944784-38-0 Münster, 2020
   Die ersten vier Theorie- installationen der Jackson Pollock Bar 1993–1995
   Die vier zwischen 1993 als Kollaboration von Klaus Merkel und Christian Matthiessen realisierten Theorie- installationen der Jackson Pollock Bar transponieren Merkels Interesse, das Gemälde konzeptuell als Bühne zu deuten und die Tätigkeit des Malers als die eines Regisseurs malerischer Operationen aufzufassen, ins Format der Performance. Damit bringen diese bis- her wenig rezipierten Arbeiten das Nachdenken und Sprechen über Malerei buchstäblich »auf die Bühne« – an einer historisch neuralgischen Stelle. Anfang der 1990er-Jahre sind die Weichen eines epochalen Wandels von der modernen zur zeitgenössischen Kunst im Span- nungsfeld von künstlerischer Praxis, Diskursivität und Ausstellbarkeit gestellt.
Das von Hans-Jürgen Hafner konzipierte Buch Christian Matthiessen und Atelier Klaus Merkel: Die er­ sten vier Theorieinstallationen der Jackson Pollock Bar 1993–1995 widmet sich nun erstmals dieser Werkgruppe und ihrem Thema: der performativen Dekonstruktion des High Modernism anhand exemplarischer, von Merkel angeeigneter und für die Aufführung als sogenannte Playback Performance bearbeiteter Künstlertexte vor allem von Philip Guston und Ad Reinhardt. Dies geschah unter der Prämisse, Malerei streng historisch, aus der zweifachen Perspektive der Praxis und Theorie auf ihr aktuelles Potenzial als Kunst zu befragen.
Die Texte der vier Theorieinstallationen wurden für diese Publikation kritisch bearbeitet, ihre Genese und die Aufführungen dokumentiert sowie als Werkgruppe historisch eingeordnet. Die grafische Gestaltung erfolg- te durch das Büro »cmk.xyz« mit besonderer Rücksicht auf die Funktion der Texte als Grundlage für künftige Aufführungen in Form der Playback Performance und Beitrag zum notorisch ›kritischen‹ Diskurs der Malerei.
Kunstakademie Münster (Hrsg.),
Band 148 in der Reihe der Schriften der Kunstakademie Münster
ISBN 978-3-944784-39-7 Münster, 2020



















































































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