Termine und News

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Aufgrund der Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen können Kunstausstellungen und Kulturveranstaltungen (teils) wieder stattfinden. Wir übernehmen keine Gewähr für die hier gelisteten Termine und empfehlen, sich auf der Seite des jeweiligen Veranstalters zu informieren.

21.06.2013 – 27.07.2013

Tassilo Sturm u.a. // Twilight Zone / Wiederkehr der Schatten

Kunstverein Tiergarten | Galerie Nord, Turmstraße 75, 10551 Berlin

Eventbild für Tassilo Sturm u.a. // Twilight Zone / Wiederkehr der Schatten

Wir laden Sie herzlich zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag, dem 21. Juni 2013 um 19.00 Uhr, in den Kunstverein Tiergarten | Galerie Nord ein.

Begrüßung: Dr. Ralf F. Hartmann, Kunstverein Tiergarten   Einführung: Esther Horn und Jörn Gerstenberg, KuratorInnen Teilnehmende Künstler sind Marcin Cienski, Jörn Gerstenberg, Frederik Foert, Florian Göpfert/Alekos Hofstetter, Christian Heilig, Esther Horn, Oliver Krähenbühl, Nadine Rennert, Richard Schütz, Tassilo Sturm und Markus Vater. Unkontrollierbare technologische Bedrohungen, entfesselte Naturgewalten und politische Katastrophen sind signifikante Symptome unserer hochentwickelten Zivilisation. Sie bestimmen mittlerweile den medialen Alltag umfassend und beeinflussen immer mehr das kollektive wie individuelle Sicherheitsempfinden. Die jahrhundertealte Angst vor höheren Mächten ist einer zunehmenden Furcht vor den Risiken des menschlichen Fortschritts gewichen. Anstelle des klassischen Memento Mori in der Kunst - der symbolischen Vergegenwärtigung von Vergänglichkeit - sind Black Out und Gedächtnisverlust mittlerweile feste Bestandteile von Filmplots. Statt apokalyptischer Landschaften, verwitterter Grabmale und künstlicher Ruinen üben heute Trash und Splatter eine weitaus stärkere Faszination aus. Ob im Sperrfeuer der Nachrichten, auf nächtlichen Autobahnen, in maroden Gebäuden, beim Warten auf die Entdeckung von Außerirdischen oder in seelenlosen Kinosälen: Unerklärliche Ereignisse, seltsame Schicksale und apokalyptische Vorahnungen hinterlassen auch weiterhin ihre Spuren. Das Einzelschicksal wird zusehends Grundlage einer kollektiven Paranoia, der anonymisierte Mensch betritt die "Twilight Zone" zwischen dem Schönen und dem Schrecken, zwischen sicherer Realität und unkalkulierbarem Horror mit dem persönlichen Alptraum als zuverlässigem Begleiter, archaische Emotionen und Zustände werfen auch weiterhin ihre Schatten. Die Künstlergruppe montanaberlin nimmt sich in "Twilight Zone" dieses emotional aufgeladenen Themas an und hat gemeinsam mit nationalen und internationalen GastkünstlerInnen ein Ausstellungskonzept entwickelt, in dem es um Phänomene von Angst, Gewalt und Zerstörung, aber auch um Traum und Alptraumromantik jenseits von Gewaltdarstellung geht. Die Ausstellungsbeiträge der 11 Künstlerinnen und Künstler verhandeln in den Medien Malerei, Fotografie, Installation und Video identitäre Aspekte der Einschreibung von Angst, Bedrohung und Gewalt in komplexe physische wie psychosoziale Kontexte unserer sich rational wähnenden Gegenwartsgesellschaft. Montanaberlin hat von 2006 bis 2009 einen eigenen Ausstellungsraum in Mitte betrieben und dort zahlreiche thematische Ausstellungen mit Mitgliedern und Gästen realisiert. Mittlerweile ist montanaberlin ein nomadisches Ausstellungsformat geworden und hat Ausstellungen im internationalen Kontext wie zuletzt in Finnland, Schweden und Italien realisiert. Kuratiert von Esther Horn und Jörn Gerstenberg.

 

Öffnungszeiten: Dienstag - Samstag von 13.00 bis 19.00 Uhr

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