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17.09.2019 – 27.10.2019

Tobias Doerr /// AM191951952776047

Wewerka Pavillon
Kardinal-von-Galen-Ring / Annette-Allee / Aasee-Uferweg
48149 Münster

Eventbild für Tobias Doerr /// AM191951952776047

Liebe Freunde und Kunstinteressierte, wir laden Sie herzlich zur Ausstellung ein.

„AM191951952776047“ konfrontiert die Besucher*innen mit einem leeren Pavillon. Nur der schwarze Kle- beschriftzug mit dem kryptischen Titel deutet auf eine laufende Ausstellung hin. Auch wenn der Pavillon leer bleibt, ist er der Ausgangspunkt der künstlerischen Arbeit. Einige Meter vom eigentlichen Ausstellungsraum entfernt ist eine pragmatisch zusammengezimmerte Architektur mit Wellblechdach auszumachen, die ihrer äußeren Form nach irgendwo zwischen Schrein und Schutzhütte anzusiedeln ist. In ihr befindet sich ein ver- schlungenes Bewässerungssystem aus Abflussrohren in einem Kasten aus Plexiglas. Auf kleinen, runden Plattformen thronen vier beleuchtete Gewächszelte. Ein indischer Altarbesen, verschiedene Edelsteine und weitere eigentümliche Dinge sind mit Schlingen an den Rohren angebracht. Tobias Doerr befragt mit „AM191951952776047“ den Wewerka Pavillon nach seinen physikalischen Gesetzmäßigkeiten und Mög- lichkeiten, diese zu decodieren. Seine für diese Fragestellung entworfene Konstruktion wird so zum Gegen- spieler oder Begegner des Pavillons. Am Anfang der künstlerischen Reaktion auf das gläserne Bauwerk stand zunächst eine Architekturanalyse. Die wissenschaftlichen Grafiken, die den Pavillon als architektoni- sches Gebilde formal und funktional zu erschließen versuchen, wurden von Doerr zerschnitten und mit Säge- spänen gemischt, in Plastiktüten gefüllt und mit einem Pilz infiziert. Betrachtet man den Menschen selbst als Grenze seiner eigenen Wissenschaft, so zersetzt das unkontrolliert wuchernde Pilzmyzel diese Grenze nun (symbolisch). Die kultischen Objekte, die dem System wie ein Armband umgebunden sind, sollen dem Mi- krokosmos zusätzlich als Reaktionsbeschleuniger oder Talismane dienen. Die architektonischen Zeichnun- gen lässt Doerr in seiner materialisierten Versuchsanordnung ‚doppelt‘ unsichtbar werden. Sie lösen sich im Laufe der Zeit in einem eigens für sie geschaffenen Metabolismus auf.

Tobias Doerr wurde 1983 in Frankfurt am Main geboren. Nach einem Architekturstudium an der Münster School Of Architecture von 2005-2013 studiert er seit 2016 an der Kunstakademie Münster bei Klaus Weber.

Vernissage:
Di, 17.09., 19:00 Uhr

>>> www.wewerka-pavillon.de





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