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26.11.2019 18:00

Münster Lecture /// Dr. Inke Arns

Hörsaal der Kunstakademie Münster,
Leornardo-Campus 2,
48149 Münster

Eventbild für Münster Lecture /// Dr. Inke Arns

Seit 2005 leitet Dr. Inke Arns den Hartware MedienKunstVerein Dortmund und hat maßgeblich zu dessen Profilierung als Plattform für die Produktion, Präsentation und Vermittlung von gegenwärtiger Kunst beigetragen. Medienkunst versteht sie nicht als technisch determiniertes Genre, sondern als zeitgenössische Kunst, die sich inhaltlich und konzeptuell mit unserer medial und technologisch geprägten Gegenwart auseinandersetzt. Zu den wesentlichen Zielen des HMKV gehören die Verhandlung aktueller Themen und Fragestellungen, die Ansprache einer breiten Öffentlichkeit in der Vermittlungsarbeit sowie ein interdisziplinärer Ansatz.

Seit seiner Gründung 1996 ist der HMKV vielfach ausgezeichnet worden, so unter anderem für die Ausstellungen „games. Computerspiele von Künstlerinnen“ von der deutschen Sektion des Kritikerverbands AICA und des Fonds Soziokultur 2004. 2011 wurde der HMKV mit dem JUMP Jahresförderpreis für Kunstvereine der Kunststiftung NRW gewürdigt; 2017 erhielt der HMKV den vom Arbeitskreis der deutschen Kunstvereine ausgelobten ADKV-Art-Cologne-Preis für Kunstvereine.

Inke Arns arbeitet seit 1993 als freie Kuratorin und Autorin mit den Schwerpunkten Medienkunst und Medientheorie, Netzkulturen, Osteuropa. Sie studierte Slawistik, Osteuropastudien, Politikwissenschaften und Kunstgeschichte in Berlin und Amsterdam (1988-1996) und promovierte 2004 an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Dissertation zum Paradigmenwechsel der Rezeption der historischen Avantgarde und des Utopie-Begriffs in (medien-)künstlerischen Projekten der 1980er und 1990er Jahre in Ex-Jugoslawien und Russland.

Der Streisand-Effekt – Über den Alt-Right-Komplex und (neu-)rechte Bewegungen im Netz

Als „Streisand-Effekt“ wird das bezeichnet, was oft auf den Versuch folgt, unliebsame Informationen im Internet zu unterdrücken oder entfernen zu lassen: dass nämlich diese Informationen einen noch größeren Personenkreis erreichen.

Die internationale Gruppenausstellung „Der Alt-Right-Komplex“ (HMKV 2019) setzte sich mit Rechtspopulismen auseinander, die heute insbesondere das Internet und die „Sozialen Medien" zur Verbreitung nutzen. Dabei zeichnet „Der Alt-Right-Komplex“ die Entwicklung von einer (Sub-)Kultur der Transgression in Online-Foren wie 4chan bis hin zu Plattformen wie z.B. Breitbart News nach. Die Künstler*-innen beschäftigen sich mit Memes (z.B. Pepe der Frosch, dem wohl bekanntesten Symbol der Trump-Anhänger*innen), mit Figuren wie z.B. Steve Bannon, mit Flaggen-Verehrung, der Prepper-Szene, White Supremacists und Dark Enlightenment. Die Ausstellung wurde von einem kritischen, mehr als 30 Einträge umfassenden Glossar begleitet, das die wichtigsten Begriffe kurz erklärt.

Inke Arns diskutiert in ihrem Vortrag am Beispiel der Ausstellung, inwieweit Strategien der Alt-Right sich den „Streisand-Effekt zunutze machen, aber inwiefern auch „no platforming“ Initiativen ggf. zu einem „Streisand-Effekt“ führen.

Die Münster Lectures werden großzügig gefördert durch die Freunde der Kunstakademie Münster e.V.

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