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12.11.2020 – 13.11.2020

Maximilian Wigger /// Nicht in bester Verfassung

Ausstellungshalle am Hawerkamp
Am Hawerkamp 31
Münster

Eventbild für Maximilian Wigger /// Nicht in bester Verfassung

Demokratie ist schwer.
Demokratie muss immer neu gewagt und gelebt werden.
Demokratie ist eine Aufgabe, niemals ein abgeschlossenes, fertiges Ergebnis.

„Nicht in bester VERFASSUNG“ lautet der Titel des neuen Filmprojektes des 23-jährigen Maximilian Wigger (Student der Kunstakademie Münster). Im Auftrag der Landesregierung NRW, setzt sich diese Arbeit kritisch und spitzfindig mit der Verfassung NRWs, ihren Befürwortern und Gegnern auseinander.

Die Arbeit handelt von ‚Karl Arnold‘ – angelehnt an den christlichen Sozialisten gleichen Namens, wahrer ‚Landesvater‘ Nordrhein-Westfalens und einer der Mütter und Väter seiner Verfassung. Er ist umgeben von einer Gruppe anderer Figuren, die für verschiedene gesellschaftliche und politische Strömungen (damals und heute) stehen, aber auch in sich widersprüchliche Meinungen verkörpern.

Der Film beginnt mit einer Rückschau der gesamten Gruppe auf die Zeit von Krieg und Diktatur. Vor den Trümmern der Vergangenheit versammelt, erwacht der Wille, den Auftrag aus der ‚Not der Zeit‘ heraus anzunehmen und eine neue Ordnung zu entwickeln. In abgewandelter Form taucht dieses Thema am Ende des Films wieder auf.
In verschiedenen ‚Artikeln‘, beispielsweise entsprechend den Artikeln einer Verfassung, entwickelt sich eine Geschichte, die die Frage nach dem Verhältnis von Politik und Bevölkerung stellt, ohne eindeutige Antworten vorzugeben. Dabei wird der Text der Verfassung Nordrhein-Westfalens zu einer Quelle (unter vielen), die die Auseinandersetzungen und Dialoge der Figuren speisen.

Der Prozess der politischen Meinungsbildung wird verfremdet, teilweise durch Bild- und Toncollagen. Dadurch wird das problematische Verhältnis von Außen- und Innenwelt noch weiter zugespitzt. Es wird deutlich, wie wichtig die Demokratie für das Zusammenleben in einer vielfältigen, von verschiedenen Strömungen getragenen – und herausgeforderten – Gesellschaft ist, und welche Gefahren ihm – auch aktuell – drohen.

So wird die Sisyphosaufgabe erlebbar, der sich jede Zeit, jede Gesellschaft, jede Staatsform immer neu stellen muss: Die Frage zu beantworten, in welcher Verfassung wir alle sind, und welche Verfassung wir gemeinsam wirklich nötig haben. Konsequenterweise hat der Film daher kein Ende, sondern das Ende geht wieder in den Anfang über.

Premiere:
Donnerstag, 12. November, 19:00 Uhr in der Ausstellungshalle am Hawerkamp, Am Hawerkamp 31

Öffnungszeiten:
Freitag, 13. November bis Sonntag, 15. Nov, 15:00 – 19:00 Uhr

Beteiligte:

  • Idee und Regie Maximilian Wigger
  • Produktion Johannes Hölker, Maximilian Wigger
  • Geschäftsführender Produzent Philipp Schonhoff
  • Drehbuch Peter Borgmann, Maximilian Wigger
  • Director of Photography Johannes Hölker
  • Ton Katharina Siemerling
  • Aufnahmeleitung Philipp Schonhoff
  • Tech. Assistenz Lynn Bürger, Max Inderwisch, Christoph Markfort
  • Musik Fabian Grönefeld, Erol Saracoglu
  • Maske Anna Lienemann
  • Location/Setdesign Maximilian Wigger
  • Cast Fenna Benetz, Finn Froböse, Sarah Giese, Noah Heupel, Marlena Keil, Pierre Otto, Abdolazim Salmasi Tehrani, Christoph Tiemann, Judith Suermann, Benjamin Ghiravi, Gerrit Brocks
  • Statisterie Anna, Alexa, Carla, Ida, Michael
  • Produktionsassistenz Alina Inserra, Zauri Matikashvili, Michael Szczelina, Carla Warren
  • Danke Peter Borgmann, Ben Börding, Audio Extreme, KonvOY GmbH, Paul Wendering, Kunstakademie Münster

Weitere informationen: nicht in bester VERFASSUNG

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