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Aufgrund der Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen können Kunstausstellungen und Kulturveranstaltungen (teils) wieder stattfinden. Wir übernehmen keine Gewähr für die hier gelisteten Termine und empfehlen, sich auf der Seite des jeweiligen Veranstalters zu informieren.

11.11.2020 – 20.12.2020

Wewerka Pavillon /// Hui-Chen Yun und Yui Tombana /// nullen

Wewerka Pavillon
Ausstellungsraum der Kunstakademie Münster
Kardinal-von-Galen-Ring /
Annette-Allee /
Aasee-Uferweg

Eventbild für Wewerka Pavillon /// Hui-Chen Yun und Yui Tombana /// nullen

Pressetermin: Montag, 09. November 2020, 10:00 Uhr vor dem Pavillon

Aufgrund der aktuellen Situation findet keine Eröffnung statt.

nullen

Zwei schwarze Tore stehen sich im Wewerka Pavillon gegenüber. Angetrieben durch Rolladenmotoren, fahren vier mit Wasser gefüllte Acrylglasrohre aus den wuchtigen, dunklen Holzgerüsten langsam hinab und wieder herauf. Im Gegensatz zu Rollläden erfüllen die kinetischen Objekte nicht die Funktionen von Verdunklung, Sichtschutz oder Einbruchhemmung. Vielmehr zeigen sich die Konstruktionen als statisch-mechanische Gebilde, die in ihrer versetzen Bewegung in einer Art dialogischem Ballett den Wewerka Pavillon grafisch ausloten. In seiner transitiven Bedeutung verweist der Titel „nullen“ auf das Zurücksetzen zu einem Ausgangspunkt. Die Antwort auf einen Start- oder Ursprungspunkt findet sich in flüchtigen, retardierenden Momenten wieder. Einer Zeitschaltuhr folgend ist das eingeschlossene Wasser in steter Bewegung. Kurzzeitig sind die Rohre auf gleicher Höhe und bilden eine Linie, sodann fahren sie weiter und entfernen sich wieder voneinander. Hui-Chen Yun und Yui Tombana spielen in ihrer raumgreifenden und zugleich minimalistischen Arbeit mit den Eigenschaften von Elementen und ihrer Ambivalenz. Das ephemere, nicht greifbare Wasser wird in transparenten Rohren scheinbar konserviert. Für die Betrachtenden nicht sichtbar verdunsten davon mit der Zeit kleine Mengen. Die Wassermoleküe treten aus winzigen, gebohrten Löchern aus und werden Teil ihrer Umwelt. In einem elementaren Kontrast dazu stehen die beiden raumgreifenden Tore, die nach der alten, japanischen Yakisugi-Technik von den Künstlerinnen verkohlt wurden. Durch das Karbonisieren wird die Holzoberfläche versiegelt und gegen Feuchtigkeit resistent. Hui-Chen Yun und Yui Tombana lassen so wasserdichtes Holz auf flüchtige Wassertröpfchen treffen und in einem ästhetischen Dialog eine unablässige Geschichte von Verbindung und Trennung erzählen.

Hui-Chen Yun wurde 1985 in Yun-Lin, Taiwan geboren. Nach einem Bachelor of Visual Art an der National Taipei University studiert sie seit 2012 Freie Kunst an der Kunstakademie Münster bei Prof.in Suchan Kinoshita, 2019 wurde Sie zur Meisterschülerin ernannt.

Ausstellungen und Stipendien (Auswahl):

  • 2019 Kunstpreis, NRW Bank Düsseldorf
  • Lange Nacht der Museen, Speicher 2, Kunsthalle Münster
  • DAAD Studienabschluss Stipendium
  • 2018 Akademie (Arbeitstitel), Kunsthalle Düsseldorf
  • 2016 Cité Internationale des Arts, Paris

Yui Tombana wurde 1986 in Wakayama, Japan geboren. Nach einem Studium der Künste an der Kinki Universität und der Wakayama Universität in Japan studiert sie seit 2014 an der Kunstakademie Münster, seit 2015 in der Klasse von Prof.in Mariana Castillo Deball.

Ausstellungen (Auswahl):

  • 2020 Exploring Botany, Manggha Museum, Krakau
  • 2019 䴓免ꪨ Schwingende Zeit, cumonos gallery, Osaka, Japan
  • 2018 Die Kreativität der Pflanzen, Tenri Japanisch-Deutsche Kulturwerkstatt, Köln
  • Akademie (Arbeitstitel), Kunsthalle Düsseldorf
  • 2016 Förderpreisausstellung der Freunde der Kunstakademie Münster, Kunsthalle Münster
  • wächst & grünt & blueht, Kunstverein Kehdigen, Freiburg

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