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16.07.2021 – 29.08.2021

Booklet-Ausstellung von Studierenden der Kunstakademie Münster /// Seitenaufenthalt

Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln Heinrich-Böll-Platz/Bischofsgartenstr. 1
50667 Köln

Eventbild für Booklet-Ausstellung von Studierenden der Kunstakademie Münster /// Seitenaufenthalt

Eröffnung: Freitag, 16. Juli 2021, 19:00 Uhr

Begrüßung: Dr. Elke Purpus, Direktorin der Kunst- und Museumsbibliothek Köln
Einführung in die Ausstellung: Nora Schattauer

Ob die Eröffnung wie geplant stattfinden kann, entnehmen Sie bitte den tagesaktuellen Hinweisen unserer Homepage
www.kunst-und-museumsbibliothek.de

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ist eine telefonische Anmeldung notwendig: 0221/ 221-22626
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.

Vom 17. Juli bis 29. August 2021 zeigt die Kunst- und Museumbibliothek der Stadt Köln Booklets von 17 Studierenden der Kunstakademie Münster.
Die Booklets wurden mit Nora Schattauer in insgesamt 4 Seminaren zwischen 2019 und 2021 entwickelt.
Das miteinander erarbeitete Ausstellungs-Buch erscheint in 40er Auflage und enthält Original-Beiträge, kopierte und original überarbeitete Zeichnungen.

Die Booklets der Ausstellenden zeigen eine eigene künstlerische Welt, die sich dem Sehen im Buch widmet. Vielfältig, vielseitig und vielteilig wurde das Buch für alle Beteiligten zum zeichnerischen Schaffensraum: Ideen finden einen experimentellen Ausdruck, Phantasie wird entfaltet, die Sensibilität des Papiers ist anschaulich gemacht und die Sprache von Linien gezielt untersucht.

Obwohl die Ausdrucksformen der einzelnen Ausstellenden unterschiedlich sind, zeigen sich erzählerische und abstrakte Darstellungen visuell stimmig verbunden. Das Verhältnis von Intuition und Technik ist konsequent durchdacht: Geist und Ausdrucksmittel entsprechen sich in einer Weise, die Seitenfolgen und Zeichnungen mit unterschiedlichen Energien auflädt.

Öffnungszeiten: Di – Fr 10:00 – 18:00 Uhr

 

Viel-fältig, viel-seitig, viel-teilig.

Die siebzehn Buch-Beiträge verweisen auf die in der Kunst- und Museumsbibliothek versammelten Booklets. Eine Bandbreite künstlerischer Handlungsformen ist zu sehen, die Zeichnung ist das hervorstechende, gesetzte Ausdrucksmedium. Farben, Linien und Strukturen führen in der Abfolge immer wechselnde Formen vor Augen.

In vier Seminaren (Kunstakademie Münster, 2019 – 2021) näherten wir uns den Möglichkeiten des Buch-Machens. Umschlaggestaltung, Seitenabfolge und Bindungsarten. Original, Faltung, Kopien, Ausdrucke und das Verhältnis von Vorder- und Rückseite, Doppelseiten als verbundene Fläche. Der Ort des Geschehens ist das Papier und Unterschiede von Papieren werden als wichtig wahrgenommen.
Eine Materialität kann sich entfalten. Der Anfang eines Booklets könnte ein visuelles Spielen sein, ein beginnendes Schweifen oder ein funkender Gedanke.

Im Zusammenhang des Booklets steigern sich die Zeichnungen, stören sich und interagieren vielfältig. Sie wiederholen und variieren in Nuancen. Ein Grundton liegt über allem. Es geht um die eigene Welt und den persönlichen Ausdruck.
Booklets bieten Aufzeichnungs-Möglichkeiten von Ideen. Ausgangspunkt ist vielleicht ein Bild, das im Kreis geht, das den Sinn des Sehens betrachtet. Die
Liniensprache tastet nach einem Ausdruck, sie sucht eine Offenheit und findet eine Aussage, verlagert sich vielleicht in einen Zwischenraum. Die Faltung und das Ineinanderstecken von Blättern als Methode könnte dem Zufall Platz schaffen.
Die Frage von Form und Inhalt ist immer gegeben, gerne in Grauschichten.
Die Grenzen erweisen sich als fließend. Mit dem geeigneten  Ausdrucksmittel wird das Intuitive umkreist. Das Selbstgespräch, das sich im Booklet andeutet, ist eher indirekt und zielt auf das Ausbilden künstlerischer Identität: Was bin ich als Synthese von Geschichte, Genese, Wahrnehmungen? Wie kann ich eine autonome Form entwickeln?

Jedes Booklet folgt einem eigenen Rhythmus, Raum und Zeit scheinen sich in der Hand, die blättert, zu konzentrieren. Im Wechselspiel von Auge und Hand lässt sich das eigene Sehen als spezifisch erleben, ein auffaltender Blick nimmt Anschlüsse wahr: Unfertiges, Haltepunkte und Komplexität. Es ist ein Erfahrungsraum geschaffen, ein Möglichkeitsraum für vielschichtiges Denken.

Nora Schattauer

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