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05.11.2025 18:00
Ringvorlesung – Saloon Arts Education /// Nanna Lüth (Berlin): Immer wieder! NS-Geschichte vermitteln in Schule, Hochschule und den Künsten – Buchvorstellung und kollektive Fortsetzung
online
Herzliche Einladung zum Vortrag:
Das Buch "Immer wieder! NS-Geschichte vermitteln in Schule, Hochschule und den Künsten" (2025) richtet sich an Leser*innen mit einem Interesse an nationalsozialistischer Gewaltgeschichte und ihren Folgen sowie an den Schlüssen, die daraus heute für das Engagement in Kunst, Pädagogik und Zivilgesellschaft zu ziehen sind.
Es behandelt zwei thematische Schwerpunkte: Teil 1 beschäftigt sich mit Erinnerungsarbeit und Extremismusprävention in Kunst, Museum und Schule. Teil 2 stellt Interventionen in die Stadt-, Diskurs- und Hochschulgeschichte dar.
Die Vorarbeit hierfür begann in dem Seminar „Kunst/Erziehung im NS. Rückblick, Kontinuitäten, Perspektiven“ im Sommer 2023 sowie mit der zeitgleich stattfindenden Forschung mit Studierenden im Archiv der Universität der Künste Berlin.
Als Ergebnis dieser forschenden Lehre sind in dem Buch vier Studienarbeiten zu lesen. Außerdem trugen Lehrende und Studierende, die an anderen Kunsthochschulen – in Bremen, Dresden, Hamburg und Wien – ähnliche, zum Teil künstlerische Forschungen zum NS realisiert haben, ihre Ergebnisse bei. Darüber hinaus sind Künstler*innen und Aktivist*innen, die zur Nazizeit und ihren Nachwirkungen Stellung beziehen, mit Arbeiten vertreten. Kunstpädagog*innen, Erziehungs- und Kulturwissenschaftler*innen formulieren transdisziplinäre Bezüge.
Die vielstimmige Auswahl an Beiträgen ist ein Angebot, um von Kunst und ihrem Kontext aus immer wieder der NS-Geschichte und ihren Folgen auf die Spur zu kommen. Sie soll dafür sorgen, in Schulen, Hochschulen und den Künsten immer weiter(gruppenbezogene) Menschenfeindlichkeit zu verlernen und dabei reflektierend und diskriminierungskritisch Gegenwart wie Zukunft zu verändern.
Im Anschluss an Einblicke in die Publikation und ihren Produktionsprozess durch die Herausgeberin lassen sich Formen der Anwendung, Fortführung und anderes mehr diskutieren. Für den zweiten Teil der Veranstaltung kann gerne Material aus dem Kunstunterricht oder künstlerischer/kunstpädagogischer Lehre mitgebracht werden, das etwas mit NS-Geschichte oder aktueller rechter Kultur und Politik zu tun hat. Auf dieser Basis werden wir im Saloon gemeinsam über einen möglichen Umgang damit nachdenken und diskutieren.
CV
Nanna Lüth arbeitet und forscht in den Bereichen Kunst, Kunstpädagogik und Medienbildung. Aktuell bietet sie eine AG Fotografie und Fiktion an einer Schule an, bereitet eine Rebell-Clowning-Fortbildung vor, sowie, zusammen mit Kolleg*innen, den Fachtag „Perspektiven im Plural! Kunstunterricht als (T)Raum für Demokratiebildung“ des BdK Berlin.
Bis vor kurzem war sie in der Kunstlehrer*innenbildung tätig, u.a. als Gastprofessorin für diskriminierungskritische Didaktik an der Universität der Künste Berlin. Lüths Arbeitsschwerpunkte sind: Kooperative und interdisziplinäre Hochschullehre v.a. in den Bereichen Didaktik und Lehrer*innenbildung, kunst- und theoriebasierte Methodenentwicklung sowie Humor und Kritik in der (künstlerischen) Bildung. www.nannalueth.de
Teilnahme: Die Veranstaltung findet Online via Zoom statt.
Externe Interessierte werden um Anmeldung per Mail bei Rahel Sander gebeten: r.sander[at]uni-muenster.de
Organisation: Prof. Dr. Gesa Krebber
