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18.08.2026 – 26.09.2026

Wewerka Pavillon: Yeri Kang /// Im Rhythmus der Ordnung: Form des Ursprungs

Wewerka Pavillon, Ausstellungsraum der Kunstakademie Münster Kardinal von Galen Ring / Annette Allee / Aasee Uferweg

Eventbild für Wewerka Pavillon: Yeri Kang /// Im Rhythmus der Ordnung: Form des Ursprungs

Herzliche Einladung zum Wewerka Pavillon.

Eröffnung: Dienstag, 18.08.2026, 19:00 Uhr

Pressetermin: Dienstag,18. August 2026, 10:00 Uhr vor dem Pavillon

Die raumbezogene Installation „Im Rhythmus der Ordnung: Form des Ursprungs“ ist ein räumliches Gefüge aus Holz und Keramik, in dem geometrische Formen, organische Bewegungen und materielle Spuren in einen Dialog treten. Dreieck, Quadrat, Sechseck und Kreis erscheinen nicht als dekorative Elemente, sondern als symbolische Formen eines fortwährenden Prozesses von Entstehung, Veränderung und Erneuerung. Sie verweisen auf grundlegende Ordnungsprinzipien, aus denen sich natürliche Prozesse und neue Formen immer wieder entwickeln. Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft erscheinen nicht als voneinander getrennte Zustände, sondern als miteinander verbundene Dimensionen eines fortwährenden Werdens, das seinen Ursprung in natürlichen Prozessen findet.

Die organischen Wellenlinien durchziehen diese geometrische Ordnung und verweisen auf eine Bewegung, die natürlichen wie menschlichen Prozessen innewohnt. Wachstum und Zerfall, Ruhe und Bewegung sowie Anfang und Ende werden verbundene Zustände eines kontinuierlichen Flusses verstanden, nicht als Gegensätze, Zeit erscheint nicht als lineare Abfolge, sondern als ein sich wandelnder Prozess, in dem verschiedene Zeitschichten gleichzeitig bestehen können.

Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem Material selbst zu. Die natürliche Maserung des Holzes trägt die Spuren seines Wachstums bereits in sich. Jede Jahresringstruktur und jede Unebenheit erzählt von Zeit, Klima und Veränderung und macht vergangene Prozesse im Material sichtbar. Das Holz wird so nicht nur zum Träger der Skulptur, sondern selbst zum Zeugnis gelebter Zeit. Seine Oberfläche bewahrt Erinnerungen an natürliche Prozesse und macht die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart erfahrbar.

Diese bereits vorhandenen Zeitschichten werden durch künstlerische Eingriffe erweitert. Durch CNC-Fräsungen im Holz und keramische Stempelabdrücke entstehen weitere sichtbare Spuren unterschiedlicher Herstellungsprozesse. Während die digitale Bearbeitung präzise geplante Bewegungen in das Material einschreibt, bewahren die keramischen Abdrücke körperliche Gesten und unmittelbare Berührungen. Beide Verfahren hinterlassen Spuren im Material und treten mit den natürlichen Spuren des Holzes in einen Dialog.

So entsteht eine Arbeit, in der digitale Präzision und handwerkliche Erfahrung, Kontrolle und Zufall sowie Geometrie und organische Bewegung miteinander verschmelzen. Die Installation versteht sich als räumliche Reflexion über Zeit, Wandel und die Verbindung zwischen Mensch, Material und Natur.

Dabei wird der Rhythmus von Ordnung und Veränderung als vielschichtiger Prozess erfahrbar, in dem sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verweben.

Yeri Kang absolvierte ihr Studium der Ostasiatische Malerei in Südkorea. Seit 2022 studiert sie Freie Kunst an der Kunstakademie Münster.

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