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13.05.2026 18:00
Ringvorlesung – Saloon Arts Education /// Gesine Hopstein (Köln) & Prof. Dr. Gesa Krebber (Münster): Ideenpool Praxissemster Kunst #07 – Methodenspezial
online via Zoom
Wir laden herzlich zum siebten „Ideenpool Studienprojekte im Praxissemester“ ein – diesmal als Methodenspezial. Im Praxissemester stehen viele Studierende im Fach Kunst und im Lernbereich Ästhetische Erziehung erstmals vor der Herausforderung, ein eigenes Forschungsvorhaben zu entwickeln und umzusetzen. Zwischen Anspruch und Realität entsteht dabei oft die Frage: Wie kann Forschung im schulischen Kontext überhaupt gelingen – ohne den Anspruch auf „Spitzenforschung“, aber dennoch methodisch fundiert? An diesem Abend geben drei Masterstudierende der Uni Köln und der Kunstakademie Münster Einblicke in ihre Studienprojekte – mit besonderem Fokus auf die gewählten Forschungsmethoden. Im Zentrum stehen dabei weniger Ergebnisse als vielmehr die Wege dorthin:
Wie entstehen Forschungsfragen?
Welche Methoden sind im Praxissemester tragfähig?
Mit welchen Forschungsmethoden haben Studierende gearbeitet und welche Erfahrungen haben sie dabei gesammelt?
Wo liegen Schwierigkeiten – und wie lässt sich damit produktiv umgehen?
Der Ideenpool bietet zukünftigen Praxissemesterstudierenden die Möglichkeit, konkrete, realistische und umsetzbare Forschungszugänge kennenzulernen. Ziel ist es, methodisches forschendes Lernen im Fach Kunst greifbar zu machen und zur Entwicklung eigener Fragestellungen zu ermutigen.
Malena Brandt studiert an der Kunstakademie Münster Lehramt Kunst Gym./Ges. im Master. Im Projekt „Subjektive Bedeutung schulischer Orte sichtbar machen“ erforscht sie, wie Schüler*innen persönliche Orte in der Schule wahrnehmen und darstellen.Durch ästhetische Forschung erkunden sie das Schulgebäude und entwickeln daraus Piktogramme, die ihre individuellen Ortsbezüge sichtbar machen. Diese werden im Schulraum installiert und eröffnen neue subjektive Perspektiven. Das Projekt zeigt, wie ästhetisch-gestalterische Prozesse Aneignung sichtbar und reflektierbar machen.
Marie Degenhardt studiert Lehramt für sonderpädagogische Förderung mit den Fächern Ästhetische Erziehung und Sprachliche Grundbildung. Ihr Praxissemester absolvierte sie an der Heinrich-Hanselmann-Förderschule für geistige Entwicklung in Sankt Augustin. Dort bekam sie die Möglichkeit, aktiv an der Tanz-AG der Schule teilzunehmen. Ausgehend von ihren Erlebnissen und Erfahrungen setzte sie sich mit der Frage auseinander, wie sich die Tanz-AG für Schüler:innen mit geistiger Behinderung an einer Förderschule in der Praxis gestaltet. Ihre Beobachtungen hielt sie in Form von Erinnerungsbildern fest, die zugleich das Analyse- und Datenmaterial ihrer Forschungsarbeit bildeten.
Eda Kivanc studiert Kunst und Geschichte für das Gymnasial-/Gesamtschullehramt an der Universität zu Köln. Im Rahmen ihres Praxisprojekts an der Kaiserin-Theophanu-Schule in Köln-Kalk untersuchte sie, wie autobiografische Kunsterfahrungen von Kunstlehrkräften deren Professionalisierung, Motivation und Vermittlungsstrategien prägen. Grundlage sind drei narrativ-episodische Interviews mit Kunstlehrkräften, die durch Zeichnungen zum eigenen „Weg zur Kunst“ ergänzt wurden. Methodisch arbeitet Eda qualitativ-rekonstruktiv und trianguliert sprachliche und visuelle Daten. Nachdem die Interviews in einer strukturierenden Inhaltsanalyse ausgewertet, die Zeichnungen ikonografisch interpretiert und schließlich auf gemeinsame Deutungslogiken bezogen wurden, zeigte sich als zentrales Thema der Kunstraum als besonderer Erfahrungsraum zwischen didaktischer Freiheit und Rahmung.
Veranstalter*innen & Moderation:
Prof. Dr. Gesa Krebber (Kunstakademie Münster)
Gesine Hopstein (Praxissemesterbeauftragte im Fach Kunst / Universität zu Köln)
Zoom-Link: Bitte wenden sie sich als externe interessierte Person für den Zoomlink rechtzeitig an die Veranstalter*innen. Die Seminarteilnehmer*innen der Kunstakademie Münster finden den Zoomlink über die Lernplattform Learnweb.
