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12.06.2026 – 13.09.2026

Zauri Matikashivili /// You may not want to be here

Kunsthalle Münster
Hafenweg 28
48155 Münster

Eventbild für Zauri Matikashivili /// You may not want to be here

Die Kunsthalle Münster freut sich, die erste institutionelle Einzelausstellung von Zauri Matikashvili (Alumnus) zu zeigen und damit einen Einblick in das Schaffen des georgischen Künstlers zu geben, der seit 2003 in Deutschland lebt. Dazu werden sowohl ältere Arbeiten, aber auch eine neue Produktion gezeigt. Die Filme Matikashvilis sind in der Regel einzelnen Personen, Personengruppen oder Orten gewidmet. Meist sind es ihm fremde Personen, denen er in seinen Filmen begegnet und die ihn für eine Weile, mitunter auch nur für einen kurzen Moment, an ihrem Leben teilhaben lassen. Dabei zeigt er sich fasziniert von den unberechenbaren und überraschenden Momenten in der Begegnung mit den Menschen, auf die er trifft, von deren Gedanken, Begehren, Wünschen und Meinungen. Und es sind eben jene Momente, die er mit uns teilt.

Vor dem Hintergrund momentaner gesellschaftlicher Entwicklungen, einer Demokratie, die unter Druck steht, der Konfrontation mit einem zunehmenden Populismus und einem allgemeinen politischen Rechtsruck, der Zunahme sozialer Ungleichheiten sowie einer Abkehr von einer sozialen Politik, scheinen die Filme von Zauri Matikashvili von einer besonderen Dringlichkeit. Er macht Personen zu Protagonist:innen, denen in der Regel nur wenig Aufmerksamkeit zuteilwird, wendet sich Minoritäten zu. Er teilt Geschichten, die sich jenseits der Mehrheitsgesellschaft abspielen und die dringend gehört werden müssen, widmet sich aus unterschiedlichen Perspektiven Themen wie Segregation, Rassismus und einer zunehmenden Repression. Mit Filmen, Performances und Skulpturen fragt er, wie der Alltag der Menschen mit Macht und Widerstand verbunden ist, wie Gesellschaften im Detail funktionieren – oder auch nicht.

Zauri Matikashvili wurde in der georgischen Stadt Qvareli geboren. Nach seinem Studium der Freien Kunst in Münster und Düsseldorf lebt und arbeitet er heute in Münster und Amsterdam. In seinen Filmen, Performances, Installationen und Skulpturen hinterfragt er die soziokulturellen und politischen Kontexte verschiedener Gesellschaften und Nationen, die die Identitätsbildung individueller Lebenswelten und Familien prägen. Er interessiert sich dabei besonders dafür, wie Erzählungen und Bilder Gemeinschaft stiften. Matikashvilis Werke wurden in zahlreichen Institutionen gezeigt, darunter BSMNT in Leipzig (2026), die Julia Stoschek Foundation in Düsseldorf (2025), Kunst in Tunnel (KIT) in Düsseldorf (2025), das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster (2025), der Het Documentaire Paviljoen in Amsterdam (2024), die Stadthausgalerie Münster (2023), Antimatter Media Art in Victoria (2023), By Art Matters in Hangzhou (2023), das Eye Filmmuseum in Amsterdam (2023), die Cité Internationale des Arts in Paris (2022), das Internationale Kurzfilmfestival in Oberhausen (2022), der Kunstverein Harburger Bahnhof in Hamburg (2021), das Filmfestival Münster (2021), im HMKV in Dortmund (2021), im Atelier Nr. 63 PACT Zollverein in Essen (2020) und in der Philara Collection in Zusammenarbeit mit der Filmwerkstatt in Düsseldorf (2020). Er war Artist in Residence an der Rijksakademie van beeldende kunsten Amsterdam (2022–2024), an der Cité Internationale des Arts Paris (2022) und am PACT Zollverein in Essen (2021). Zuletzt erhielt er Stipendien der Stiftung Kunstfonds (2025) und der Kunststiftung NRW (2026).

Kuratorin: Merle Radtke

Eröffnung: 12.6.2026, 18:00 Uhr

https://www.kunsthallemuenster.de/de/programm/zauri-matikashvili/

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