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29.08.2026 – 14.03.2027
Jonas Hohnke u.a. /// Why so serious?
Galerie im Waidspeicher | Kunstmuseen Erfurt
Michaelisstraße 10
99084 Erfurt
Herzliche Einladung zur Ausstellung.
Eröffnung: Samstag, 29. August 2026, 15:00 – 21:00 Uhr
Teilnehmende Künstler*Innen: Benedikt Braun | Cem A. | Jonas Hohnke (Alumnus) | Josephine Schulz | Ben Thiele
Zur Ausstellung: Künstlerinnen und Künstler des 20. Jahrhunderts haben die Kunst und ihre Institutionen zunehmend kritisch hinterfragt. Museen, Galerien und der Kunstmarkt wurden selbst zum Gegenstand künstlerischer Auseinandersetzungen. Humor, Ironie und spielerische Experimente entwickelten sich dabei zu wirkungsvollen Mitteln, um Autoritäten infrage zu stellen und traditionelle Vorstellungen von Kunst aufzubrechen.
Zu den prägenden Vertretern dieser Haltung zählen seit den 1960er-Jahren wie die Fluxus-Künstler Joseph Beuys oder Yoko Ono. Seit den 1980er-Jahren erweiterten Künstlerinnen und Künstler wie Rosemarie Trockel, Martin Kippenberger, Albert Oehlen und Werner Büttner diese institutionskritische Kunst mit Ironie, Selbstparodie und provokanten Gesten. Seit den 1990er-Jahren führt zum Beispiel Maurizio Cattelan sie mit spektakulären, oft absurden Inszenierungen fort, während die Künstlerinnen- und Künstlerkollektive Guerrilla Girls oder Frankfurter Hauptschule den internationalen und nationalen Kunstbetrieb bis heute mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen auf mangelnde Gleichberechtigung und problematische Machtstrukturen aufmerksam machen.
An diese Kunstformen knüpft die Ausstellung Why so serious? an. Statt der üblichen Verbotsschilder lädt sie dazu ein, Kunstwerke zu berühren, auszuprobieren und dabei mit ihnen und anderen Besucherinnen und Besuchern zu interagieren. Viele Arbeiten sind mit einem Augenzwinkern versehen, während sie ernste Anliegen thematisieren. So gewährt Jonas Hohnkes künstlerisch gestaltetes Videospiel Einblicke in den Alltag des Künstlers und seine Produktionsprozesse. Ben Thieles Origami-Tauben entstanden unter anderem aus prekären Studienbedingungen an der Kunsthochschule, während Josephine Schulz‘ Tischtennisspiel aus Keramik die Trennung zwischen Hochkultur und Subkultur kritisch beleuchtet. Benedikt Brauns Schießstand-Installation lotet die Grenzen zwischen Künstler, Kunstwerk und Publikum aus. Und die Art Memes von Cem A. werfen mit Humor und der Bildsprache des Internets einen Blick auf die Zugangsbedingungen zur Kunstwelt.
Das Spielerische dient hierbei nicht nur der Unterhaltung, sondern eröffnet neue Zugänge zur Kunst und hinterfragt zugleich Konventionen, Hierarchien und den Kunstbetrieb selbst. In diesem Sinne: Man kann es ernst meinen mit dem Humor, oder humorvoll mit dem Ernsten.
