Die künstlerischen Klassen

Das Studium in künstlerischen Klassen macht die Besonderheit einer Kunstakademie aus und bestimmt die gesamte Arbeitsatmosphäre, aber auch die institutionelle Organisation der Hochschule. Studierende aller Studiensemester und Studiengänge arbeiten in Ateliergemeinschaften von etwa 15 bis 35 Personen unter beratender Begleitung und Betreuung internationaler KünstlerInnen. Die Vielfalt der künstlerischen Positionen in der Lehre sowie das gemeinsame Studium von Freie-Kunst- und Lehramtsstudierenden sichern ein gleichbleibend hohes Niveau und Anregungspotenzial des künstlerischen Studiums.

Prof. Daniele Buetti

Fotografie / Bricolage

T. +49 251 8361 027
buetti[at]kunstakademie-muenster.de
Sprechstunde: nach Vereinbarung
Leonardo-Campus 2
Klasse Raum 027

Website der Klasse Buetti

Prof. Mariana Castillo Deball

Bildhauerei

T. +49 251 8361 147
mariana.deball[at]kunstakademie-muenster.de
Leonardo-Campus 2
Klasse Raum 147

Mariana Castillo Deball wurde 1975 in Mexico City geboren. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Castillo Deball studierte bildende Kunst an der Universidad Nacional Autónoma de México, Mexico City, und schloss das Studium mit dem Titel "Master of Arts" 1997 ab. 2003 absolvierte sie außerdem ein Postgraduierten-Studium an der Jan Van Eyck Akademie in Maastricht (NL) ab. Ihre künstlerische Praxis verbindet Mariana Castillo Deball mit Seminaren, Vorträgen und Workshops.

Mariana Castillo Deball was born in 1975 in Mexico City. she works and lives in Berlin. Castillo Deball earned an MA in fine art from the Universidad Nacional Autónoma de México, Mexico City, in 1997. In 2003, she completed a postgraduate program at the Jan Van Eyck Academie in Maastricht, the Netherlands. Castillo Deball combines her artistic practice with seminars, lectures and workshops.

Einzelausstellungen / solo exhibitions

New Museum, New York, USA (2019); MUMA, Monash University, Melbourne, AU (2019); Reva and David Logan Center for the Arts, University of Chicago, USA (2018); Museo Amparo, Puebla, Mexiko (2018); SCAD Museum of Art, Savannah Georgia, USA (2018); Galerie Wedding, Berlin, Deutschland (2017); San Francisco Art Institute, San Francisco, USA (2016); Museo de Arte Contemporáneo de Oaxaca, Mexiko (2015); Hamburger Bahnhof, Berlin, Deutschland (2014); Musée Régional D'art Contemporain, Sérignan, Frankreich (2015); CCA, Glasgow, Großbritannien (2013); Chisenhale Gallery, London, Großbritannien (2013); Museo Experimentelles El Eco, Mexiko-Stadt, Mexiko (2011); Museum der lateinamerikanischen Kunst, Long Beach, USA (2010).

Gruppenausstellungen (Auswahl) / group Exhibitions (selection)

Fondazione Sandretto Re Rebaudengo, Turin, Italien (2018); LACMA, Los Angeles, USA (2017); 32nd São Paolo Biennial, BRA (2016); Liverpool Biennale, Großbritannien (2016); 8. Berliner Biennale, Berlin, Deutschland (2014); Documenta 13, Kassel, Deutschland (2013); 54. Venedig Biennale, Venedig, Italien (2011).

 

Mariana Castillo Deball verschränkt Kunst und Forschung eng ineinander. Im Zentrum ihrer künstlerischen Arbeiten stehen oft archäologische Fundstücke, die die Künstlerin in ihrer kulturellen Verwertung analysiert und vorstellt. Gebrauchsspuren der Dinge rücken dabei ebenso in den Fokus wie eigene, freie Assoziationen zur Geschichte der aufgefundenen oder bereits archivierten Gegenstände. Aus diesem Prozess der Dekonstruktion entstehen Arbeiten in ganz unterschiedlichen Medien, wie Zeichnung, Film, Skulptur, Installation und Performance, mit denen Castillo Deball die Möglichkeiten der künstlerischen Darstellung beträchtlich erweitert.

  • bb8 installation view

  • Feathered-Serpent Kadist-SF 2016

  • Feathered-Serpent Kadist-SF 2016

  • Hypothesis of a tree 2016

  • In tlilli in Tlapal

  • Installation view of Finding oneself outside, New Museum, 2019

  • Installation view of Finding oneself outside, New Museum, 2019

  • MCD This constructed disorder El Eco, 2011

  • Point kurimanzutto New York

  • Point kurimanzutto New York

  • Them inside the skin

  • Them inside the skin

  • Todar Liverpool Biennial, 2016

  • Todar Liverpool Biennial, 2016

  • Vista de ojos

  • Vista de ojos

  • What we caught Chisenhale London, 2013

  • What we caught Chisenhale London, 2013

Die Klasse Mariana Castillo Deball ist eine interdisziplinär arbeitende Künstlerklasse. In diesem Zusammenhang setzen sich die Studierenden in Form unterschiedlicher Medien und Ausdrucksweisen mit ihren individuellen Standpunkten auseinander.

Die Interpretation des Kunstbegriffs an sich lässt sich in den Arbeiten folgend wiederfinden: Kunst ist ein essenzieller Teil des Lebens jedoch nicht der einzig relevante. Deshalb ist es wichtig, die anderen Lebensbereiche in die Kunst zu integrieren und sich damit wechselseitig auseinanderzusetzen.

Der Diskurs innerhalb der Klasse setzt sich unter anderem intensiv mit verschiedenen kulturellen, gesellschaftlichen und sprachlichen Phänomenen auseinander, die besonders durch die vielen internationalen Studierenden zustande kommt.

Prof. Nicoline van Harskamp

Performative Kunst

Nicoline van Harskamp wurde 1975 in den Niederlanden geboren und studierte an der Royal Academy of Fine Arts, Den Haag, am Chelsea College, London, sowie an der Rijksakademie, Amsterdam.

Ihre performativen Arbeiten wurden unter anderem live aufgeführt während des Steirischen Herbst in Graz, im Stedelijk Museum (Amsterdam), in der Tate Modern (London), bei KunstWerke (Berlin), With (Rotterdam), im New Museum (New York), in der Arnolfini Gallery (Bristol), im Archive Kabinett (Berlin), bei Tenderpixel (London), im Kaaitheater (Brüssel).

Nicoline van Harskamps Einzelausstellungen wurden gezeigt im Project Art Centre, Dublin, in der Kunsthalle Münster, in der BAK Utrecht, im C3A (Cordoba) und im Kunstraum, London. Sie nahm an zahlreichen Gruppenausstellungen teil u.a. im Van Abbe Museum (Eindhoven), im Frac Lorraine (Metz), im Nationlamuseum Oslo, im De Appel Centre of Contemporary Art (Amsterdam), im Frankfurter Kunstverein, im Clark House (Bombay), in der Ellen Art Gallery (Montreal), im Ujadovski Castle - Center for Contemporary Art (Warschau), im MUAC (Mexiko City), im Serralves Museum (Porto), in der Waterside Contemporary (London), auf der Manifesta 9 (Genk) und der Performa 11 (New York) sowie auf den Biennalen von Sydney, Göteborg, Taipeh, Moskau, Limerick, Bukarest und Shanghai.

 

Nicoline van Harskamp was born in the Netherlands in 1975 and attended the Royal Academy of Fine Arts in Den Haag, Chelsea College in London and the Rijksakademie in Amsterdam.

Her performative works were staged live at, among others, the Steirischer Herbst in Graz, Stedelijk Museum in Amsterdam, Tate Modern in London, KunstWerke in Berlin, Witte de With in Rotterdam, New Museum in New York, Arnolfini Gallery in Bristol, Archive Kabinett/Scriptings in Berlin, Tenderpixel in London and the Kaaitheater in Brussels.

Nicoline van Harskamp's recent solo exhibitions include Project Arts Centre in Dublin, Kunsthalle Münster, BAK in Utrecht, C3A in Cordoba and Kunstraum in London. She has taken part in numerous group exhibitions such as at the Van Abbe Museum in Eindhoven, Frac Lorraine in Metz, Nasjonalmuseet in Oslo, De Appel in Amsterdam, Frankfurter Kunstverein, Clark House in Bombay, Ellen Art Gallery in Montreal, Ujadovski Castle in Warsaw, MUAC in Mexico City, Serralves Museum in Porto, Waterside Contemporary in London, Manifesta 9 in Genk, Performa 11 in New York, and the biennales of Sydney, Gothenburg, Taipei, Moscow, Ireland (Limerick), Bucharest and Shanghai.

 

Nicoline van Harskamps Werk umfasst Videoarbeiten, Installationen und inszenierte Performances. Ihre Projekte können mitunter über mehrere Jahre fortlaufen und werden in unterschiedlichen Stadien des Prozesses aufgeführt und ausgestellt.

In "Yours in Solidarity" (2010–2013) erzählt sie Geschichten über die globale Anarchie-Bewegung seit 1989 ausgehend von einem Briefarchiv. In der Serie "Englishes" (2014–2016) verwendet sie international gesprochene Varianten des Englischen, um eine Zukunft vorzustellen, die geprägt ist von der Allgegenwart und permanenten Entwicklung dieser Sprache. Die Arbeiten "PDGN" (2016) und "Some Name Some Noun Simply" (2017) zeigen, wie eine solche gesprochene Verkehrssprache in der Zukunft klingen könnte. "My Name is Language / Mein Name ist Sprache" (2018–2019) beschäftigt sich mit der Übersetzung und Kreolisierung von Eigennamen in multikulturellen Gesellschaften. "Englishes Mooc" (2019 und fortlaufend) ist ein Kunstprojekt in Form eines "Massive Open Online Course".

 

Nicoline van Harskamp works with video, installation, and scripted live performance. Her projects can take several years to complete, and are exhibited in various stages of the process.

In Yours in Solidarity (2010-2013) she tells histories from the global anarchist movement after 1989, starting from a letter archive. In the series Englishes (2014-2016), she uses varieties of internationally-spoken English to propose a future shaped by the ubiquity and constant evolution of that language. The works PDGN (2016) and Some Name Some Noun Simply (2017) propose what such a spoken vehicular language might sound like in the future. My Name is Language/Mein Name ist Sprache (2018–2019) considers the translation and creolisation of personal names in multilingual societies. Englishes Mooc (2019 and ongoing) is an art project in the form of a Massive Online Open Course.

 

Die Studierenden der Klasse für Performative Kunst arbeiten auf höchst unterschiedliche Weise und mit verschiedenen Medien, teilen aber das Interesse an Performativität im weitesten Sinne. Die eine Hälfte der Räume und Ressourcen sind der Atelierpraxis gewidmet, die andere geplanten Aktivitäten im Projektbereich der Klasse.

Der Tradition der Performance-Kunst entnimmt sie nicht nur die Medien Körper, Stimme und Bewegung, sondern den Schwerpunkt auf Interdisziplinarität und Solidarität. Über das ganze Jahr hinweg organisiert die Klasse Projekte, die es den Studierenden erlauben (sie aber nicht dazu verpflichten) durch die Produktion einer Arbeit spezifische Methoden zu erforschen.

Im "Performance-Room" (seit 2016) haben die Studierenden jeweils eine Woche Zeit, um eine performative Arbeit zu entwickeln, die von einer Kamera, ohne weiteren Schnitt, aufgezeichnet wird. Im Programm "Actors and Directors" (seit 2018) instruieren sie professionelle SchauspielerInnen in ihren eigenen Werken. Im Anschluss werten sie gemeinsam mit den SchauspielerInnen ihre Regie-Fähigkeiten aus und passen sie an. Im Jahr 2019 liegt der Fokus der Klasse auf "scripting".

Zu den Gästen, die seit 2016 an den Klassenkolloquien teilgenommen haben gehören die KünstlerInnen Mikhail Karikis, Roi Alter, Ahmet Ö?üt und Richard John Jones; Theoretiker wie Avishek Ganguly (Rhode Island School of Design, Providence) und Aneta Rostowska (Akademie der Kulturen der Welt); sowie die DarstellerInnen Monica Reyes, Serge Fouha und Kenneth Phillip George.

Eine Website der Klasse befindet sich gerade im Aufbau. Einige Arbeiten sind auf dem vimeo-Kanal der Klasse zu sehen:

Vimeo-Kanal der Klasse van Harskamp

 

The students of the performative art class work in very different ways and media but share an interest in performativity in the broadest sense. Half of their spaces and resources are dedicated to studio practice, and half to programmed activities in the class' project area. They take from the tradition of performance art not only the media of body, voice, movement and time, but also the focus on cross-disciplinarity and solidarity. Collaborative practice is supported and valued as much as individual practice. Throughout the year they organize projects that allow (but do not oblige) students to research a specific methodology through the production of a work.

In Performance Room (since 2016), students each have one week to develop a performative work for the lens of a single camera. In Actors and Directors (2018), students instruct a professional actor in a work of their own, and then evaluate and adapt their directing skills with them. In 2019 the class focusses on scripting.

Guests that joined the colloquium since 2016 include the artists Mikhail Karikis, Roi Alter, Ahmet Ö?üt and Richard John Jones; the scholars Avishek Ganguly (Rhode Island School of Design, Providence) and Aneta Rostowska (Akademie der Kulturen der Welt); and the performers Monica Reyes, Serge Fouha and Kenneth Phillip George.

Some works of the class can be seen on vimeo:

Vimeo-Channel of the claas

Prof. Irene Hohenbüchler

Kooperative Strategien

 

  • geboren 1964 in Wien
  • 1984–1989 Studium der Malerei an der Universität für Angewandte Kunst Wien
  • 1990–1991 Postgraduate Study an der Jan van Eyck Akademie, Maastricht
  • 2003–2006 Gastprofessorin an der Akademie der bildenden Künste Wien
  • seit 2011 Professorin an der Kunstakademie Münster

Prof. Suchan Kinoshita

Malerei

T. +49 251 8361 017
kinoshita[at]kunstakademie-muenster.de
Sprechstunde: nach Vereinbarung
Leonardo Campus 2
Klasse Raum 017

Prof. Andreas Köpnick

Film / Video

T. +49 251 8361 125
koepnick[at]kunstakademie-muenster.de
Sprechstunde: nach Vereinbarung
Leonardo Campus 2
Klasse Raum 013 und Raum 071

Website von Andreas Köpnick
Website der Klasse Köpnick

Andreas Köpnick, geboren 1960 in Bonn, studierte in den 1980er und 1990er Jahren Bildhauerei, Experimentalfilm und Medienkunst an der Kunstakademie Münster und der Kunsthochschule für Medien Köln. Ausgehend von grundlegenden Forschungsarbeiten im Kontext zeitbasierter Kunst, installativer und raumbezogener Videoinszenierungen führte sein Weg über computer- und netzbasierte mediale Skulpturen, bis hin zum Reload klassischer Dramaturgien des narrativen Films. Mit "Köpnick's Videomagazyn" entstand eine eigene virtuelle Plattform, die sich bewusst außerhalb künstlerischer Verwertungsstrategien positioniert. Unter Einbeziehung aktueller Sichtweisen der Quantentheorie, der Neuro- und Kognitionswissenschaften, sowie medienarchäologischer Perspektiven entsteht als spirituelle Antwort auf die Rational-Konzepte "Künstlicher Intelligenz" und "Technologischer Singularität" eine "Absolute Theorie des Films", in welcher Wirklichkeit als selbstreferenzielles, automediales Bewusstseins-Phänomen erlebbar wird.

Andreas Köpnicks Klasse für Film, Video und Neue Medien geht auf die von dem Experimentalfilmer Lutz Mommartz 1975 an der Kunstakademie Münster gegründete Filmklasse zurück. Zu dieser Zeit wurde noch mit Analogfilm auf Celluloid gearbeitet. Der freie künstlerische Umgang damit im Rahmen eines Kunststudiums stellte eine außergewöhnliche Innovation dar. 1999 wurde die Professur von Andreas Köpnick übernommen und die Klasse für den sich schnell ausweitenden Horizont digitaler Produktionsmöglichkeiten, Videoinstallation, Fotografie und Mixed Media geöffnet.

Im Zuge der Verselbstständigung des digitalen Booms begann eine Rückbesinnung auf die Qualitäten analoger Medien und Sichtweise wie auch deren ästhetische Verschränkung mit digitalen Workflows. Klassische Formen des dramaturgischen Films werden neu durchdacht und treten zwischen "digital nativ" und "strictly analog" in Dialog mit konzeptionellen, partizipatorischen und netzbasierten Denkweisen der zeitgenössischen Kunst. Zwischen narrativer Erzählstruktur und nichtlinearer Hyperrealität, zwischen selbstentwickeltem Super-8-Film und volldigitalem Cyberspace wird genauso ergebnisoffen experimentiert wie zwischen Klanginstallation, Sounddesign, performativer Intervention und neu erlebter 2D-Tuschezeichnung auf handgeschöpftem Papier.

Prof. Maik Löbbert

Bildhauerei / Kunst im öffentlichen Raum

T. +49 251 8361 072
m.loebbert[at]kunstakademie-muenster.de
Sprechstunde: nach Vereinbarung
Leonardo Campus 2
Klasse Raum 072

Website von Maik und Dirk Löbbert

 

  • geboren 1958 in Gelsenkirchen
  • 1984-1987 Studium der Fotografie an der GHK Kassel bei Floris M. Neusüss
  • 1987-1990 Studium der Malerei / Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf, Meisterschüler von Fritz Schwegler
  • seit 2001 Professor für Bildhauerei und Kunst im öffentlichen Raum an der Kunstakademie Münster
  • seit 2005 Rektor der Kunstakademie Münster
  • lebt und arbeitet in Köln

Prof. Dirk Löbbert

Bildhauerei / Kunst im öffentlichen Raum

T. +49 251 8361 072
loebbert[at]kunstakademie-muenster.de
Sprechstunde: nach Vereinbarung
Leonardo Campus 2
Klasse Raum 072

Website von Maik und Dirk Löbbert

 

  • geboren 1960 in Wattenscheid
  • 1983-1988 Studium der Bildhauerei an der FHS Köln, Meisterschüler
  • 1988-1992 Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf, Prof. Erich Reusch und Prof. Irmin Kamp, Meisterschüler
  • seit 2001 Professur für Bildhauerei und Kunst im öffentlichen Raum an der Kunstakademie Münster
  • lebt und arbeitet in Köln

Maik und Dirk Löbbert

 

  • 1985 Beginn der Zusammenarbeit
  • 1994 Ringenberg-Stipendium; Kultusministerium des Landes NRW, Arbeitsstipendium des Kunstfonds e. V., Bonn
  • 1995-96 Transfer-Stipendium, Italien/Turin; Sekretariat für gemeinsame Kulturarbeit und Kultusministerium des Landes NRW
  • 1996 Villa Romana-Preis; einjähriger Aufenthalt in Florenz
  • 1997-98 Karl Schmidt-Rottluff Stipendium
  • 2000 Gastprofessur an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig
  • 2000-2001 Gastprofessur an der Akademie der Bildenden Künste, München
  • seit 2001 Professur für Bildhauerei und Kunst im öffentlichen Raum an der Kunstakademie Münster, Hochschule für Bildende Künste

Prof. Klaus Merkel

Malerei

T. +49 251 8361 029
merkel[at]kunstakademie-muenster.de
Sprechstunde: nach Vereinbarung
Leonardo Campus 2
Klasse Raum 029

Website von Klaus Merkel
Website der Klasse Merkel

Klaus Merkel, 1953 in Heidelberg geboren, studierte von 1975 bis 1980 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Er lebt und arbeitet in Freiburg und Münster.

Seit 1979 ist Klaus Merkel an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland beteiligt; unter anderen 1985 in der Nationalgalerie Berlin; 1987 in der Kunsthalle Bielefeld; 1988 im Kunstverein für die Rheinlande/Westfalen Düsseldorf sowie der Kunsthalle/Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen Düsseldorf, dem Institute of Contemporary Art/Museum of Fine Arts Boston, dem Museum Fridericianum Kassel und der Secession Wien; 1994 in der Kunsthalle St. Gallen; 1996 im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia Madrid, dem Museu d'Art Contemporani de Barcelona und dem Henry Moore Institute Leeds/Barnard Castle; 2000 mit dem Expo-Projekt im Kraftwerk Vockerode/Dessau; 2001 mit Apexart in The Roger Smith Penthouse New York; 2002 in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden; 2003 im Schloss Monrepos Ludwigsburg und dem Frankfurter Kunstverein; 2006 in der Kunsthalle Nürnberg; 2009 im Museum Abteiberg Mönchengladbach; 2010 im LWL-Museum für Kunst und Kultur Münster, mit Schürmann Berlin bei Haubrokshows Berlin, dem Musée Würth Erstein und der Kunsthalle Mannheim; 2011 in der Kienzle Art Foundation Berlin; 2015 im Contemporary Art Museum Hangzhou und dem Ludwig Forum Aachen; 2017 in der Kunsthalle Düsseldorf und dem Kunstmuseum Liechtenstein.

Klaus Merkel ist seit 2009 Professor für Malerei an der Kunstakademie Münster.

Malerei als Verfügungsmodell, Konzept und Handwerk und das Gemälde in der Spannung von Wiederholung und Idee; Malerei im Bezugssystem von eigenen Bildern, die modellhaft wieder in andere Bilder mutieren; wiedergemalt, sind sie Bausteine für weitere, die sich in der Zeit zu einem fortschreitenden System auswachsen. Die Bilder von Klaus Merkel scheinen einer Syntax oder Grammatik zu folgen, sind oft installativ in der Fläche angeordnet. Im Operationsfeld Bild kann regelrecht Ausstellungsraum inszeniert oder ganz andere Fragen wie Abbild, Katalog und Archiv verhandelt sein. Die Gemälde sind aber auch bloß Lein-Wände, die über das Auskunft geben wollen, was dem Bild heute zumutbar ist. Klaus Merkels abstraktes Vorgehen räumt dem Gedanken der Verfügung, der Kopie, der Bildwanderung genauso Platz ein, wie dem Kommentar, dem Arrangement und der Bühne. Theorie aus Praxis und Reflexion der Präsentationsbedingungen von Malerei sind der Kern seiner Bildkonzeption - Schönheit nicht ausgeschlossen.

  • 1988 (freundlich) Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düssseldorf. Foto: Nic Tenwiggenhorn

  • 1989 Import Export, Massimo Audiello Gallery, New York. Foto: Massimo Audiello Gallery

  • 1996 (Katalogbilder 1992-1995), Private View, Henry Moore Foundation Leeds, The Bowes Museum. Foto: The Henry Moore Foundation, Jerry Hardmann-Jones

  • 2000 CUT EXPO EXTRAS, Vockerode Dessau. Foto: Atelier Klaus Merkel

  • 2002 Exhalle, Atelier Klaus Merkel. Foto: Bernhard Strauss

  • 2003 (Pill und Exhalle) deutschmalereizweitausenddrei, Frankfurter Kunstverein. Foto: Günzel/Rademacher

  • 2006 (Gelenk), the most contemporary picture show, actually, Kunsthalle Nürnberg. Foto: Annette Kradisch

  • 2010 (die Uccelli 2005) Klaus Merkel, Installationsansicht, Haubrockshows Berlin (Zeichnungen von Achim Sakic). Foto: Wilhelm Schürmann

  • 2013 Territories Multiple, Galerie Max Mayer, Düsseldorf. Foto: u.baumgart@art-documentation.com

  • 2014 hydra, Galerie Max Mayer, Düsseldorf. Foto: Galerie Max Mayer

  • 2018 (Master Slave System, 2010), Akademie (Arbeitstitel), Kunsthalle Düsseldorf. Foto: Sarah Kramer

Prof. Aernout Mik

Bildhauerei

T. +49 251 8361 052
mik[at]kunstakademie-muenster.de
Leonardo Campus 2
Klasse Raum 052

Website der Klasse Mik

Aernout Mik, geboren 1962 in Groningen, lebt und arbeitet in Amsterdam und Berlin. Bei der 52. Venedig Biennale, 2007, vertrat er die Niederlande im niederländischen Pavillon. Einzelausstellungen u. a. in: Art Sonje Center, Seoul; MoMA New York; BAK, basis voor actuele kunst, Utrecht; Haus der Kulturen der Welt, Berlin; Stedelijk Museum, Amsterdam; Jeu de Paume, Paris; Museum Folkwang, Essen und CA2M Centro de Arte Dos de Mayo, Madrid. Aernout Mik hat an zahlreichen internationalen Biennalen teilgenommen, zum Beispiel an der Venedig Biennale, Sao Paulo Biennial, Tirana Biennial, Art Focus - Israel Biennial, Istanbul Biennial, Berlin Biennale, Gwangju Biennale, und Kochi-Muziris Biennale.

Miks Filminstallationen handeln oft von sozialer Ordnung und Chaos und machen es dem Betrachter schwer, zwischen Fiktion und Dokumentation zu unterscheiden. In seiner Arbeit erzeugt er durch eine Choreografie von Gesten ein Gefühl von Orientierungslosigkeit, das durch die riesigen Bildschirme, die den Betrachter umgeben, noch verstärkt wird. Allein die räumliche Anordnung der Projektion verändert die Art des Betrachtens.

In vorherigen Videoarbeiten von Aernout Mik standen Banker, religiöse Prediger, Lastwagenfahrer, Flüchtlinge oder Erdbebenopfer im Mittelpunkt. Und doch, wie Kurator Ralf Rugoff anmerkt, "wird keine dieser Figuren als eigenständige Persönlichkeit oder psychologisches Subjekt angelegt. Miks Kamera betrachtet sie alle mit demselben neutralen Blick, Eigenheiten und Unterschiede werden kleiner und verschwimmen. "Wir können uns nur an der kollektiven Identität derjenigen orientieren, die unter anderen Umständen, wohl einen eigenen Charakter gehabt hätten."

  • Double blind, Videoinstallation, Gwangju Biennale 2018

Die Klasse beschäftigt sich mit Video und Videoinstallationen, Performance und Skulptur, schließt aber keine anderen Techniken aus. Bildhauerei ist hier als Kunst zu verstehen, die mit Raum in einem weiten und spekulativen Sinn arbeitet; im privaten oder öffentlichen Raum, sozialen oder politischen Raum, Medienraum, Ausstellungsraum. Die Klasse ist ein Ort für gleichberechtigten Austausch, gemeinsame Projekte und Kollaborationen.

  • 5 days 2 zones, Arbeit zum Rundgang 2016

  • 5 days 2 zones, Arbeit zum Rundgang 2016

  • 5 days 2 zones, Arbeit zum Rundgang 2016

Prof. Michael van Ofen

Malerei

T. +49 251 8361 021
van.ofen[at]kunstakademie-muenster.de
Sprechstunde: nach Vereinbarung
Leonardo-Campus 2
Klasse Raum 021

Website der Klasse van Ofen

Prof. Julia Schmidt

Malerei

T. +49 251 8361 019
schmidt.j[at]kunstakademie-muenster.de
Leonardo Campus 2
Klasse Raum 019

Prof. Cornelius Völker

Malerei

T. +49 251 8361 033
voelker[at]kunstakademie-muenster.de
Sprechstunde: nach Vereinbarung
Leonardo Campus 2
Klasse Raum 033

Website von Cornelius Völker
Website der Klasse Völker

Cornelius Völker, geboren 1965 in Kronach, studierte von 1989 bis 1995 an der Kunstakademie Düsseldorf. In der Zeit von 1993 bis 1995 verfasste er – gemeinsam mit vier Freunden – das Buch, führte Regie und produzierte den Spielfilm "Die Hermannsschlacht", der in deutschen Programmkinos und auf Filmfestivals gezeigt wurde.

Seit 1991 ist Cornelius Völker an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland beteiligt, unter anderem 2011 im Museum Villa Stuck München, 2012 in der von der Heydt-Kunsthalle Wuppertal, 2014 im dänischen Esbjerg Kunstmuseum, 2015 in der Kunsthalle Emden, 2016 in der Kunsthalle Münster, sowie in Galerien in Berlin, Kopenhagen, Taipeh, San Francisco und New York.

Cornelius Völker ist seit 2005 Professor für Malerei an der Kunstakademie Münster, außerdem seit 2018 ordentliches Mitglied der nordrhein-westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Er lebt in Düsseldorf und New York.

Von der riesigen Schokoladentafel zum kleinformatigen Meerschweinchen, von Teebeuteln, Badeschlappen und Küchentüchern bis hin zu Halbfiguren, die sich Pullover über den Kopf ziehen oder in Feinripp daherkommen – für Cornelius Völker gibt es kein alltägliches Motiv, das er nicht in ein veritables Gemälde verwandeln würde.

Seine teils großformatigen Werke spielen mit dem Blick auf die Kunstgeschichte und der Präsenz seiner Motive im Gegenwärtigen. Die dabei in allen Varianten erprobte Farbe bildet die bewusst fragwürdig gewählten Gegenstände dieser Malerei nicht nur ab, sondern stellt sich dabei in all ihren Möglichkeiten auch selbst aus.

Völkers Kunst ist eine Gratwanderung zwischen den Polen Abstraktion und Gegenstand, zwischen Malerei und Mimesis, zwischen Thema und Komposition – eine Malerei, die konzeptuell in hohem Maße anspruchsvoll und medial selbstreflexiv ist und gleichzeitig mit größter Lust an Farbe agiert.

Prof. Klaus Weber

Bildhauerei

T. +49 251 8361 051
Sprechstunde: nach Vereinbarung
Leonardo-Campus 2
Klasse Raum 051

Website von Klaus Weber
Website der Klasse Weber